Frankfurt Halbmarathon

Bis am Abend vor dem Rennen zitterten wir noch, ob das Rennen überhaupt stattfinden würde. Schließlich kam es einige Tage zuvor zur Absage des Bienwald Marathons, der am gleichen Tag stattgefunden hätte. Doch das Gesundheitsamt in Frankfurt schien wohl lockerer zu sein als das in Germersheim und hatte keine Bedenken im Hinblick auf den Corona Virus.

So standen meine Freundin Jessi und ich am Sonntag Morgen um 10 Uhr an der Startlinie. Für beide war klar es geht um eine neue persönliche Bestzeit. Jessi musste dafür nur das Ziel erreichen, denn es war ihr erster Halbmarathon. Begleitet und unterstützt wurden wir durch meine Schwester Sabina. Mit etwas Verspätung erfolgte Startschuss für mich um kurz nach 10. Auf dem ersten Kilometer war es sehr eng und somit sehr schwer auf die gewünschte Geschwindigkeit und in Rhythmus zu kommen. Noch kurz vor dem ersten Anstieg sah ich aus der Ferne Sabina und entledigte mich meiner Mütze. Leider entstand dadurch nicht das beste Foto des Tages:

Kurz nach dem Start

Am ersten Kilometerschild waren dann schließlich 4:37 min vergangen. Ursprünglich war der Plan die erste Hälfte in 4:30 – 4:35 min/km zu laufen und dann das Tempo nach Gefühl zu erhöhen. Auf Grund der ersten Kilometerzeit orientierte mich dann stark an der Untergrenze dieser Vorgabe wodurch auch mal ein etwas schneller Kilometerschnitt zustande kam. Das Gefühl war gut und entspannt. Die Bedingungen mit Temperaturen um die 8 Grad Celsius und einen mit Wolken bedeckten Himmel kamen mir entgegen. Sollte ich mir Bedingungen wünschen dann wären sie fast genauso wie an diesem Tag. Problemlos konnte ich bis Hälfte des Rennens die Geschwindigkeit halten und konnte den Schnitt durch die etwas schnelleren Kilometer sogar komplett auf 4:30 min/km senken. Bei km 11 kam die zweite Verpflegungsstelle, bei der ich mein erstes Energiegel zu mir nahm. Von da an beschloss ich die Schlagzahl zu erhöhen. Mein Ziel war von nun an eine Kilometerpace von 4:25 min/km zu laufen. Das ging trotz des Gegenwindes am Main auch recht gut. Läufer für Laufer überholte ich durch mein erhöhtes Tempo. Als ich bei km 16 der letzten Verpflegungsstation mein letztes Gel zu mir nahm begann mein linkes Bein speziell mein linker Fuß sich komisch anzufühlen – als würde er einschlafen. Nichtsdestotrotz konnte ich die Geschwindigkeit aufrecht erhalten. Die Beine wurden natürlich schwerer aber als ich bei km 19 zu rechnen begann, auf welche Endzeit es hinauslaufen sollte, nahm ich nochmal mein Herz in die Hand und erhöhte nochmal das Tempo. So war km 20 mit 4:20 min mein Schnellster. Den letzten ganzen Kilometer lief ich trotz Anstieg dann noch in 4:22 min. Das war auch kurz vor dem Stadiontor. Ich blickte auf die Uhr: 1:33:50 Std. Das reicht nicht mehr um unter 1:34 zu bleiben. Nichtsdestotrotz zog ich nochmal an um alles rauszuholen. Ein Endspurt war es jedoch keiner, weil ich auch noch etwas von dem wunderbaren Einlauf in die Commerzbank erleben wollte. Am Ende stand eine 1:34:11 Std auf der Ergebnisliste. Gemäß meiner GPS Uhr bin ich 21,27 km gelaufen und die letzten 270 m in 3:37 min/km. Da hätte ich schon so schnell sprinten müssen wir Usain Bolt um überhaupt die Möglichkeit zu haben unter die 1:34 Std zu kommen.

Glücklich und geschafft auf der Tribüne bei Sabina angekommen

Aber war das denn überhaupt so wichtig? NEIN! Meine bisherige Bestzeit auf der Halbmarathon Distanz lag bei 1:37:55 Std (März 2019). Ich bin mit dem Ziel an den Start gegangen unter 1:35 Std jedoch auf jeden Fall unter der bisherigen Bestzeit zu bleiben. Meine Trainerin empfahl mir eine Pace von 4:30 – 4:35 min/km, die ich nur am Anfang gelaufen bin. Ich war also dementsprechend überglücklich im Ziel. Die Zeit bedeutete eine Verbesserung um 3:44 min innerhalb knapp 12 Monate. Seit 2013 laufe ich jedes Jahr eine neue Bestzeit auf der Halbmarathon Distanz (Anm.: 2:00:39 Std ebenfalls in Frankfurt). Das gibt auf jeden Fall nochmal einen ordentlichen Motivationsschub für die nächsten Wochen um im Training weiter Gas zu geben.

Wie lief es eigentlich bei Jessi? Sie kam überglücklich nach 2:03:12 Std ins Ziel ihres ersten Halbmarathons. Auch sie lief die zweite Hälfte schneller als die erste. Mit diesem guten Gefühl kann sie definitiv nach Vorne blicken und im Herbst sich an der Zweistundenmarke probieren.

Jetzt heißt es erstmal etwas regenerieren und weiter an der Beweglichkeit und dem Rücken zu arbeiten Bevor es dann wieder an das Eingemachte geht.

Bleibt gespannt und gebt weiter Feedback. Die Rückmeldungen, die ich bisher bekommen habe, haben mich sehr gefreut und spornen mich an.

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