Zurück in der Realität

Direkt nach dem Heidelbergman ging es für mich nach Kirchdorf an der Amper zu Niklas und David. Bis zum endgültigen Umzug nach München ermöglichten es mir die zwei bei ihnen zu wohnen, um meiner beruflichen Verpflichtung nach zu kommen.

Ein Tag später ging es dann auch schon los. Die ersten beiden Wochen forderten mich psychisch sehr. Die Herausforderung war jedoch nicht die Arbeit. Mein berufliches Umfeld kannte ich ja bereits durch die Zeit vor der Auszeit. Von Kirchdorf ist Pendelweg jedoch zeitlich länger als von Freising, was ich etwas unterschätzte. Der längere Pendelweg in Kombination mit heißen Sommernächten brachte mir zu wenig erholsamen Schlaf und ich war schon nach ein paar wenigen Tagen am Anschlag.

Irgendwie war ich dann erleichtert als freitagabends (22.7.) der Xletix wegen Gewittervorhersage abgesagt wurde. Das Wochenende konnte ich nutzen um mich besser zu organisieren und auch etwas besser in der neuen WG „anzukommen“. Niklas und David werden nämlich mit mir zusammen nach München ziehen. Da standen dann auch in der Folgewoche die ersten Wohnungsbesichtigungen an. Zum Glück war es eine „Ruhewoche“ vom Training her und mich musste kein extrem schlechtes Gewissen haben, weil zwei Einheiten den Besichtigungen zum Opfer gefallen sind.

Am Freitag der Woche hatte ich dann einen richtigen Tiefpunkt und war einem Nervenzusammenbruch nahe. Der Tag ließ jedoch nicht viel Schwäche zu: erst Arbeit, dann Schwimmen und danach direkt zum Flughafen. Es ging zum Junggesellenabschied von Fabi nach Mallorca. Ich konnte nach dem Tiefpunkt am Freitagmorgen recht schnell alles Negative abschütteln und setzte mir zum Ziel das „Ballermann“ Wochenende zu nutzen um den Reset – Knopf zu drücken: mit ERFOLG.

JGA am Ballermann

Auch wenn ich dank der aktuellen Situation an den Flughäfen mit über eine Stunde Verspätung nun tatsächlich erst Montagnacht um 1 ins Bett kam und ich eigentlich komplett platt hätte sein müssen, war ich irgendwie erholt. Die Psyche spielt eben eine sehr große Rolle.

Das war perfekt für den anstehend Trainingsblock: es standen gute 14 Trainingsstunden in der ersten August Woche auf dem Plan. Gut eingebettet in einer 40 Std Arbeitswoche mit 2,5-3 Std/Tag Pendeln. Samstag brachten mir dann meine Eltern mein restliches Inventar, was ausgeladen werden musste.

Am Sonntag gab es dann ein richtiges Highlight: Streckencheck in Zell am See. Morgens um kurz nach 6 fuhr ich von Kirchdorf aus hin. Um 9:30 Uhr saß ich schon auf dem Rad. Die Radstrecke ist sehr schön und hält mit dem Anstieg zum Filzensattel über Dienten am Hochkönig einige Steigungsprozente bereit. Aber wo es hoch geht, geht es auch wieder runter. Nach ein paar Serpentinen runter nach Maria Alm am steinernen Meer geht es dann leicht abschüssig mit ordentlicher Geschwindigkeit in Richtung Saalfelden. Der restliche Teil der Strecke kann man durchaus als rollend aber nicht komplett flach bezeichnen. Durch nun deutlich stärkeres Verkehrsaufkommen beschloss ich den Streckencheck abzukürzen und wechselte nach 80 km auf dem Rad in die Laufschuhe. Quasi auf der Originalstrecke absolvierte ich noch einen 10k langen Koppellauf ehe ich dann platt aber glücklich wieder am Auto ankam. Es dauerte keine 30 min ehe mir bewusst wurde, dass die Fahrt zurück wegen Urlaubsverkehr nicht kürzer wird. Also beschloss ich direkt mich auf den Weg zu machen. Dennoch stand ich dann ab Weyarn (kurz nach dem Irschenberg) bis München im Stau. Am Ende war ich schon um kurz nach 17 Uhr wieder in Kirchdorf und konnte so entspannt den Tag ausklingen lassen, dass ich auch „erholt“ in die neue Woche starten konnte.

Zell am See Streckencheck

Jetzt geht es mit großen Schritten in Richtung Ironman 70.3 Zell am See. Das Rennen für das ich mich ursprünglich im September 2019 angemeldet hatte 😀

Wie die restliche Vorbereitung und das Rennen gelaufen sind, erfahrt ihr im nächsten Blog.

Wie immer freue ich mich auf eure Fragen, Kommentare und eure Rückmeldung.

Viva la vida!

Chris

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